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Update:  11.01.2012

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Wärmestrom bei isolierten Bauteilen

Seitenübersicht:
- Wärmetechnische Begriffe
Ebene Wand
- Wärmestrom ebene Wand
- Wärmedurchgangswiderstand ebene Wand
- Wärmedurchgangskoeffizient ebene Wand mit parallel zum Wärmestrom angeordneten Einzelschichten
- Wärmedurchlasswiderstand ebene Wand
Rohrleitung
- Wärmestrom Rohrleitung
- Wärmedurchgangswiderstand Rohrleitung
- Wärmedurchlasswiderstand Rohrleitung
- Berechnungsprogramm für eine mehrschichtige isolierte Rohrleitung
Rechteckiger Kanal
- Wärmestrom rechteckiger Kanal
- Wärmedurchgangswiderstand rechteckiger Kanal
- Wärmedurchlasswiderstand rechteckiger Kanal
Erdverlegte Rohrleitung
- Wärmestrom erdverlegte Rohrleitung
- Wärmedurchgangswiderstand erdverlegte Rohrleitung
- Wärmedurchlasswiderstand Erdreich
- Wärmedurchlasswiderstand Rohrleitung
- Berechnungsprogramm für erdverlegte isolierte Rohrleitung
Temperaturen an der Oberfläche
- Temperaturen an den Oberflächen einer ebenen Wand
- Temperaturen an den Oberflächen einer Rohrleitung
Temperaturen an den Schichtgrenzen
- Temperaturen an den Schichtgrenzen einer ebenen Wand
- Temperaturen an den Schichtgrenzen einer Rohrleitung
Zuschlagsfaktoren
- Berücksichtigung der Rohraufhängung und des Praxiszuschlags
Wärmeübergangskoeffizient
- Wärmeübergangskoeffizient

Wärmetechnische Begriffe

Die schwarz dargestellten Formelzeichen entsprechen der VDI 2055, die rot dargestellten der DIN EN 32241.

Wärmemenge – Q - ( J )

Die Wärmemenge ist die aufgrund einer Temperaturdifferenz übertrage Energiemenge.

Wärmestrom – Q - ( Φ ) - ( W )

Unter dem Wärmestrom versteht man die Wärmemenge, die in der Zeiteinheit t von einem Ort hoher Temperatur zu einem Ort niederer Temperatur fließt.

Wärmedurchlasskoeffizient – Λ – ( 1/R ) - Wand (W/(m²*K)) - Rohr (W/(m*K))

Der Wärmedurchlasskoeffizient gibt den Wärmestrom in W an, der durch 1 m² eines Bauteils übertragen wird, wenn der Temperaturunterschied zwischen den Oberflächen in Richtung des Wärmestroms 1 K beträgt.

Wärmedurchlasswiderstand – 1/Λ – ( R ) - Wand (m²*K/W) - Rohr (m*K/W)

Der Wärmedurchlasswiderstand ist der Kehrwert des Wärmedurchlasskoeffizienten.

Wärmedurchgangskoeffizient – k – ( U ) - Wand (W/(m²*K)) - Rohr (W/(m*K))

Der Wärmedurchgangskoeffizient gibt an, welcher Wärmestrom in W zwischen zwei Medien, die durch eine feste Schicht voneinander getrennt sind, übertragen wird, wenn die Temperaturdifferenz in Richtung des Wärmestroms 1 K beträgt.

Wärmedurchgangswiderstand – 1/k – ( 1/u ) - Wand (m²*K/W) - Rohr (m*K/W)

Der Wärmedurchgangswiderstand ist der Kehrwert des Wärmedurchgangskoeffizienten.

Wärmeleitfähigkeit – λ - W/(m*K)

Die Wärmeleitfähigkeit ist bestimmt durch den Wärmestrom in W, der durch eine 1 m² große und 1 m dicke ebene Schicht eines Stoffes hindurchgeht, wenn die Temperaturdifferenz der Oberflächen in Richtung des Wärmestroms 1 K beträgt.

Wärmeübergangskoeffizient – α – ( h ) - ( W/(m²*K) )

Der Wärmeübergangskoeffizient gibt an, welcher Wärmestrom in W auf 1 m² Fläche zwischen einer Oberfläche und dem umgebenden Medium übertragen wird, wenn die Temperaturdifferenz in Richtung des Wärmestroms 1 K beträgt.

Wärmeübergangswiderstand – 1/α – ( 1/h ) - ( m²*K/W )

Der Wärmeübergangswiderstand ist der Kehrwert des Wärmeübergangskoeffizienten.

Spezifische Wärmekapazität cp – ( kJ/(Kg*K) )

Die spezifische Wärmekapazität gibt die Wärmemenge an, die erforderlich ist, um die Temperatur eines Stoffes um 1 K zu erhöhen.

Wärmestromdichte – q - Wand (W/m²) - Rohr (W/m)

Die Wärmestromdichte beschreibt den Wärmeverlust eines Bauteils, bezogen auf 1 m² Fläche, bei einem gegebenen Temperaturunterschied.

Wärmeleitung

Als Wärmeleitung bezeichnet man den Wärmetransport innerhalb einer Wand.

Wärmedurchgang

Als Wärmedurchgang bezeichnet man den Wärmetransport zwischen zwei Fluiden, die durch eine Wand getrennt sind.
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Ebene Wand

Wärmestrom ebene Wand

Wand
Wärmestrom in der Wand Q W = Gesamtwärmestrom (W)
q W = Wärmestrom bezogen auf 1 m² Fläche (W/m²)
A   = Fläche (m²)
ϑ M = Mediumtemperatur (°C)
ϑ L = Lufttemperatur (°C)
k W = Wärmedurchgangangskoeffizient (W/(m²*K)) Kehrwert von 1/k W

Wärmedurchgangswiderstand ebene Wand

Wand
Wärmedurchgangswiderstand ebene Wand 1/k W = Wärmedurchgangswiderstand ebene Wand (m²*K/W)
α i = Wärmeübergangskoeffizient innen (W/(m²*K))
1/Λ W = Wärmedurchlasswiderstand (m²*K/W)
α a = Wärmeübergangskoeffizient außen (W/(m²*K))

Wärmedurchgangskoeffizient ebene Wand mit parallel zum Wärmestrom angeordneten Einzelschichten

Wand
Wärmedurchgangskoeffizient ebene Wand k W = Wärmedurchgangskoeffizient (W/(m²*K))
k n = Wärmedurchgangskoeffizient einer Schicht (W/(m²*K))
A n = Fläche Einzelschicht (m²)
A   = Gesamtfläche (m²)
n   = max. Anzahl Schichten

Wärmedurchlasswiderstand ebene Wand

Wärmedurchlasswiderstand Wand 1/Λ W = Wärmedurchlasswiderstand (m²*K/W) 
s n = Dicke der Schicht (m)
λ n = Wärmeleitfähigkeit der Schicht (W/(m* K))
n   = max. Anzahl Isolierschichten
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Rohrleitung

Wärmestrom Rohrleitung

Rohr
Wärmestrom Rohrleitung Q R = Gesamtwärmestrom (W)
q R = Wärmestrom bezogen auf 1 m Rohrleitung (W/m)
L   = Rohrlänge (m)
ϑ M = Mediumtemperatur (°C)
ϑ L = Lufttemperatur (°C)
k R = Wärmedurchgangangskoeffizient (W/(m*K)) Kehrwert von 1/k R

Wärmedurchgangswiderstand Rohrleitung

Rohr
Wärmedurchgangswiderstand Rohr 1/k R = Wärmedurchgangswiderstand Rohrleitung (m*K/W)
α i = Wärmeübergangskoeffizient innen (W/(m²*K))
1/Λ R = Wärmedurchlasswiderstand (m*K/W)
α a = Wärmeübergangskoeffizient außen (W/(m²*K))
d a = Außendurchmesser (m)
d i = Innendurchmesser (m)



Wärmedurchlasswiderstand Rohrleitung

Wärmedurchlasswiderstand Rohrleitung 1/Λ R = Wärmedurchlasswiderstand Rohrleitung (m*K/W)
d a,n = Außendurchmesser der Schicht (m)
d i,n = Innendurchmesser der Schicht (m))
λ n = Wärmeleitfähigkeit der Schicht (W/(m* K))
n   = max. Anzahl Isolierschichten

Berechnungsprogramm für eine mehrschichtige isolierte Rohrleitung

Rohrisolierung

Für eine mehrschichtige isolierte Rohrleitung werden der Wärmestrom und der radiale Temperaturverlauf berechnet.
Für die handelsüblichen Isoliermaterialien wird der Wärmeleitkoeffizient in Abhängigkeit von der Mitteltemperatur vom Programm ermittelt. Ebenfalls kann auch der Wärmeleitkoeffizient direkt eingegeben werden (Auswahlfeld "Eingabewert").
Der Wärmeübergangskoeffizient wird in Anlehnung an VDI 2055 und EN ISO 12241 mit den Näherungsformeln berechnet.

Berechnungsprogramm

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Rechteckiger Kanal

Wärmestrom rechteckiger Kanal

Kanal
Wärmestrom rechteckiger Kanal Q K = Gesamtwärmestrom (W)
q K = Wärmestrom bezogen auf 1 m Kanal (W/m)
L   = Kanallänge (m)
ϑ M = Mediumtemperatur (°C)
ϑ L = Lufttemperatur (°C)
k K = Wärmedurchgangangskoeffizient (W/(m*K)) Kehrwert von 1/k K

Wärmedurchgangswiderstand rechteckiger Kanal

Kanal
Wärmedurchgangswiderstand Kanal 1/k K = Wärmedurchgangswiderstand Kanal (m*K/W)
α i = Wärmeübergangskoeffizient innen (W/(m²*K))
1/Λ K = Wärmedurchlasswiderstand (m*K/W)
α a = Wärmeübergangskoeffizient außen (W/(m²*K))
U i = Kanalumfang innen (m)
U a = Kanalumfang außen (m)

Wärmedurchlasswiderstand rechteckiger Kanal

Wärmedurchlasswiderstand rechteckiger Kanal 1/Λ K = Wärmedurchlasswiderstand Kanal (m*K/W)
s   = Isolierdicke (m)
λ   = Wärmeleitfähigkeit Isolierung (W/(m* K))
U i = Kanalumfang innen (m)
U a = Kanalumfang außen (m)
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Erdverlegte Rohrleitung

Wärmestrom erdverlegte Rohrleitung

Erd-Rohr
Wärmestrom erdverlegte Rohrleitung Q R,E = Gesamtwärmestrom (W)
q R,E = Wärmestrom bezogen auf 1 m Rohrlänge (W/m)
L   = Rohrlänge (m)
ϑ M = Mediumtemperatur (°C)
ϑ L = Lufttemperatur (°C)
k R,E = Wärmedurchgangangskoeffizient (W/(m*K)) Kehrwert von 1/k R,E

Bei nebeneinander verlegten Rohrleitungen ist die gegenseitige Beinflussung vernachlässigbar,
wenn λ 1 < λ E ist.

Wärmedurchgangswiderstand erdverlegte Rohrleitung

Wärmedurchgangswiderstand Rohr 1/k R,E = Wärmedurchgangswiderstand Rohrleitung (m*K/W)
d i = Rohrinnendurchmesser (m)
α i = Wärmeübergangskoeffizient innen (W/(m²*K))
1/Λ R = Wärmedurchlasswiderstand Rohrleitung (m*K/W)
1/Λ E = Wärmedurchlasswiderstand Erdreich (m*K/W)
α a = Wärmeübergangskoeffizient außen (W/(m²*K))

Wärmedurchlasswiderstand Erdreich

Wärmedurchlasswiderstand Erdreich 1/Λ E = Wärmedurchlasswiderstand Erdreich (m*K/W)
d a = Außendurchmesser äußerste Isolierschicht (m)
λ E = Wärmeleitfähigkeit Erdreich (W/(m* K))
S E = Verlegungstiefe Rohrleitung (m)

Wärmedurchlasswiderstand Rohrleitung

Wärmedurchlasswiderstand Rohrleitung 1/Λ R = Wärmedurchlasswiderstand Rohrleitung (m*K/W)
d a,n = Außendurchmesser der Schicht (m)
d i,n = Innendurchmesser der Schicht (m))
λ n = Wärmeleitfähigkeit der Schicht (W/(m* K))
n   = max. Anzahl Isolierschichten

Berechnung einer erdverlegten isolierten Rohrleitung

isolierte erdverlegte Rohrleitung

Berechnung des Wärmestroms und des radialen Temperaturverlaufs einer erdverlegten Rohrleitung mit einer mehrschichtigen Isolierung.
Die Berechnung basiert auf der VDI 2255.

Berechnungsprogramm

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Temperaturen an der Oberfläche

Wand

Temperaturen an den Oberflächen einer ebenen Wand

Temperaturen Wand ϑ a = Temperatur außen (°C)
ϑ i = Temperatur innen (°C)
ϑ M = Mediumtemperatur (°C)
ϑ L = Lufttemperatur (°C)
α i = Wärmeübergangskoeffizient innen (W/(m²*K))
α a = Wärmeübergangskoeffizient außen (W/(m²*K))
k W = Wärmedurchgangskoeffizient (W/(m²*K)) Kehrwert von 1/k W

Rohr

Temperaturen an den Oberflächen einer Rohrleitung

Temperaturen Rohr ϑ a = Temperatur außen (°C)
ϑ i = Temperatur innen (°C)
ϑ M = Mediumtemperatur (°C)
ϑ L = Lufttemperatur (°C)
α i = Wärmeübergangskoeffizient innen (W/(m²*K))
α a = Wärmeübergangskoeffizient außen (W/(m²*K))
d i = Rohrinnendurchmesser (m)
d a = Rohraußendurchmesser (m)
k R = Wärmedurchgangskoeffizient (W/(m*K)) Kehrwert von 1/k R
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Temperaturen an den Schichtgrenzen

Zur Berechnung der Temperatur an einer beliebigen Schichtgrenze (Index p) ist der Wärmedurchlasswiderstand zwischen der Stelle p und der äußeren Oberfläche 1/Λ p zu berechnen.

Wand

Temperaturen an den Schichtgrenzen einer ebenen Wand

Temperaturen Wand ϑ p = Temperatur Schichtgrenze p (°C)
ϑ M = Mediumtemperatur (°C)
ϑ L = Lufttemperatur (°C)
1/Λ W,p = Wärmedurchlasswiderstand von der Außenwand bis Schichtgrenze p (m²*K/W)
α a = Wärmeübergangskoeffizient außen (W/(m²*K))
k W = gesamt Wärmedurchgangskoeffizient Wand (W/(m²*K)) Kehrwert von 1/k W

Rohr

Temperaturen an den Schichtgrenzen einer Rohrleitung

Temperatur Rohr ϑ p = Temperatur Schichtgrenze p (°C)
ϑ M = Mediumtemperatur (°C)
ϑ L = Lufttemperatur (°C)
1/Λ R,p = Wärmedurchlasswiderstand vom Außendurchmesser bis Schichtgrenze p (m*K/W)
α a = Wärmeübergangskoeffizient außen (W/(m²*K))
k R = gesamt Wärmedurchgangskoeffizient Rohr (W/(m*K)) Kehrwert von 1/k R
d a = Außendurchmesser Rohrleitung (m)




Berücksichtigung der Rohraufhängung und des Praxiszuschlags

Der Wärmedurchlasswiderstand wird mit einem Zuschlagsfaktor für Rohraufhängungen und den Praxiszuschlag beaufschlagt.
Zuschlagsfaktor für Rohraufhängung:
Rohrleitung im Raum : Za=0,15
Rohrleitung im Freien : Za=0,25

Zuschlagsfaktor 1/Λ R = Wärmedurchlasswiderstand (m*K/W)
d a = Außendurchmesser (m)
d i = Innendurchmesser (m)
λ   = Wärmeleitfähigkeit (W/(m* K))
Z a = Zuschlagsfaktor Rohraufhängung (-)
Z p = Zuschlagsfaktor Praxiszuschlag (%)

Wärmeübergang

Die Wärme, die durch die Temperaturdifferenz zwischen Körperoberfläche und einem umgebenden flüssigen oder gasförmigen Medium übertragen wird, errechnet sich mit Hilfe des Wärmeübergangskoeffizienten α .

Tabellenwerte für Wärmeübergangskoeffizienten:
- Wärmeübergangskoeffizienten Gase
- Wärmeübergangskoeffizienten Flüssigkeiten

Bei freier Konvektion ist der Wärmeübergangskoeffizient in Abhängigkeit von der Temperaturdifferenz zwischen Oberflächen- und Lufttemperatur zu ermitteln. Die Temperaturdifferenz ist entweder bekannt, oder sie muss geschätzt und anschließend iterativ berechnet werden.


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