Mit zunehmender Entfernung von der Schallquelle wird ein Geräusch schwächer.
Bei einer Punktschallquelle und der Annahme einer kugelförmigen Schallausbreitung ergibt sich die Abnahme des Schallpegels somit zu:
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Δ L p = Schallpegelabnahme zwischen Standort 1 und 2 (dB)
L p1 = Schallpegel am Standort 1 (dB) L p2 = Schallpegel am Standort 2 (dB) r 1 = Entfernung zur Schallquelle am Standort 1 (m) r 2 = Entfernung zur Schallquelle am Standort 2 (m) |
Die Schallpegelabnahme bei Entfernungsverdoppelung beträgt nach der Theorie 6 dB.
Bei der Schallpegelabnahme im Freifeld sind weitere wesentliche Einflüsse zu berücksichtigen:
- Bodendämpfung
- Luftabsorption
- Metrologische Einflüsse (Temperatur, Wind usw.)
Um diese Einflüsse zu berücksichtigen hat sich in der Praxis gezeigt, dass mit einer Schallpegelabnahme bei Entfernungsverdoppelung
von 5 dB zu rechnen ist.
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Δ L p = Schallpegelabnahme zwischen Standort 1 und 2 (dB)
L p1 = Schallpegel am Standort 1 (dB) L p2 = Schallpegel am Standort 2 (dB) r 1 = Entfernung zur Schallquelle am Standort 1 (m) r 2 = Entfernung zur Schallquelle am Standort 2 (m) |
Die Entfernungsbedingte Pegelabnahme beträgt 5 dB(A) bei Entfernungsverdoppelung.
Beispiel:
Schallpegel von 60 dB(A) in 10 m Entfernung entspricht einem Schallpegel von 50 dB(A) in 40 m Entfernung.
Wirken mehrere Schallquellen gleicher Lautstärke nebeneinander, erhöht sich der Schalldruckpegel um folgende Werte:
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L pges = Schalldruckpegel gesamt (dB)
L pi = Schalldruckpegel der Einzelquellen (dB) n = Anzahl gleichlauter Schallquellen Δ L p = Schallpegelerhöhung (dB) |
| Anzahl Schallquellen | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
| Schallpegelerhöhung (dB) | 3,0 | 4,8 | 6,0 | 7,0 | 7,8 | 8,5 | 9,0 | 9,5 | 10,0 | 10,4 | 10,8 |
Bei der Ermittlung des Gesamtschallpegels von mehreren Schallquellen mit unterschiedlichen Schallpegeln ist der Schallpegel wie folgt zu ermitteln:
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L pges = Gesamtschalldruckpegel (dB)
L pi = Schalldruckpegel einer Schallquelle (dB) n = Anzahl Schallquellen |
Schallpegelerhöhung der lauteren Schallquelle, bei zwei Schallquellen mit unterschiedlichem Schallpegeln.
| Schallpegeldifferenz
zweier Schallquellen (dB) |
0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 |
| Schallpegelerhöhung der
lauteren Schallquelle(dB) |
3,0 | 2,5 | 2,1 | 1,8 | 1,5 | 1,2 | 1,0 | 0,8 | 0,6 | 0,5 | 0,4 |
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L m = Mittelwert-Schalldruckpegel (dB)
L pi = Schalldruckpegel einer Schallquelle (dB) n = Anzahl Schallquellen |
Bei einem Schallpegel treten oftmals unterschiedliche Schallpegelwerte über einen gewissen Zeitraum auf,
oder die Einwirkzeit wirkt nicht über die gesamte Tages- oder Nachtzeit. Die Schallpegel werden dann nach ihren zeitlichen Anteilen nach der Energetischen Mittelwertbildung summiert, so dass eine Pegelerhöhung für einzelne Zeitintervalle möglich ist.
Die Summe aus der zeitlichen Betrachtung darf den zulässigen Schallpegel nicht überschreiten.
Die Schallpegelerhöhung ist nach Tageszeit max. 16 Std. und Nachtzeit max. 8 Std. getrennt zu betrachten.
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L p ges = Mitteilungspegel (dB)
L pi = Schalldruckpegel während des Zeitintervalls t i (dB) ΔL p = Schallpegelüberschreitung (dB) T ges = zu betrachtende Gesamtzeit (Std.) t i = Zeitintervall für Schalldruckpegel L pi (Std). n = Anzahl Zeitintervalle (-) |
Überschreitung des Schallpgels bei zeitlich begrenztem Betrieb.
| Zeitintervall von L pi (Std.) | 16 | 12 | 10 | 8 | 6 | 5 | 4 | 3 | 2 | 1 | |
| Überschreitung (dB) | tags | 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 9 | 12 |
| Überschreitung (dB) | nachts | 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 6 | 9 |
Faustformel: Eine Halbierung (Verdoppelung) der Einwirkungszeit eines Geräusches vermindert (erhöht) seinen Mittelungspegel um ca. 3 dB.